Newsletter Oktober 2011

Zur aktuellen Lage indigener Völker und der Herkunft des „Indianertees“
Die Situation indigener Völker rund um den Erdball ist derzeit nicht erfreulich. Sie haben unter unserer Konsumgier heute ebenso zu leiden, wie früher unter der rücksichtslosen Inbesitznahme ihrer angestammten Ländereien durch westliche „Entdecker“. So wird etwa auf Indianergebieten Uranerz abgebaut – ohne Schutzmaßnahmen für die Bewohner – oder Atommüll gelagert. Staudämme bedrohen große Flächen Südamerikas und Regenwald wird zerstört, um Platz für Viehweiden, Soja- oder Palmölplantagen zu schaffen. Wir haben hier gegenüber indigenen Völkern eine Bringschuld, diese Situation zu verändern. Im Falle der„Indianer“ Nordamerikas – der „American Natives“ (USA) oder „First Nation People“, wie sie sich in Kanada nennen, verbessern unsere „weißen“ Machenschaften nicht gerade die Beziehung zu ihnen (etwa manche Vorkommnisse rund um die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver, wo kanadisches Indianerland, trotz anders lautender Gesetze, widerrechtlich von Weißen genutzt wurde und wird).
Obwohl viele Indianerstämme seit jeher bereit waren, ihr altes Wissen über die Erde und die Menschen, über Krankheit und Gesundheit, mit uns zu teilen, haben wir – die westlichen Eroberer – uns dessen eher selten würdig erwiesen. Im Falle von„Original Indian Essence“ hatte ein westliches Ehepaar das Glück, durch Vertrauensbildung in den Besitz des Rezeptes eines indianischen Heiltees aus Kanada zu gelangen, der als alte Rezeptur der Ojibway, Cree und verwandter Stämme gilt. Unter Kennern hat sich diese getrocknete Tee-Mischung nun seit langem als ausgezeichnetes Mittel zur Stärkung der Immunkräfte, zur Vorbeugung und Besserung zahlreicher Befindlichkeitsstörungen erwiesen, der nicht von ungefähr zahlreiche Plagiate in der Wirkung zu übertreffen scheint. Man bemühte sich seither auch um eine finanzielle Win-Win-Situation mit den Rezeptgebern, was aber durch diverse Umstände, von denen einige oben genannt wurden, manchmal beidseitig erschwert wird.
Als Dank an die indigenen Rezeptgeber und um diesem „Win-Win“ mehr Geltung zu verschaffen, wollen diese Seiten Ihnen die Möglichkeiten und unsere Erfahrungen mit dem Tee in kommenden Newslettern näher bringen. Gleichsam als spirituelle Gegenleistung für die Nutzung des Tee-Rezeptes (es mag in eingeweihten Kreisen sogar als Verrat an den indianischen Traditionen gegolten haben), möchten die Hersteller und Vertreiber des Tees, hier speziell die Indian Wisdom Foundation Europa, aber auch ich als Autorin von Büchern über traditionelle Medizin dieses Geschenk indianischen „Know hows“ dadurch würdigen, dass wir auch über die Geschichte und heutige Lebensweise indigener Völker – so genannter „Indianer“ – möglichst objektiv berichten. Von ihnen haben wir ja hier in Europa oftmals ein stark verzerrtes, immer noch von Karl May-Romanen, alten und neuen „Indianerfilmen“ beeinflusstes Idealbild, an dem auch „Der mit dem Wolf tanzt“, nicht sehr viel ändern konnte.
Folgen Sie uns also künftig auf diesem guten „roten“ Weg, der leider von uns Weißen niemals befriedigend gegangen werden kann. Wir möchten dennoch einen Versuch dazu starten: Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!
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Der Winter naht – Zeit, Ihr Immunsystem zu
stärken
Kräuter und Heilpflanzen sind seit Jahrtausenden ein bevorzugtes Gesundheitsmittel der Bewohner aller Kontinente. Tiere machen instinktiv von dieser „Naturapotheke“ Gebrauch, um Verletzungen oder Krankheiten zu kurieren und die Menschheit lernte aus ihrer Beobachtung. Alte Heiltraditionen und die „Volksmedizin“ aller Herren Länder legen davon Zeugnis ab. Ihre Heiler, Schamanen, „Medizinmänner und –frauen“ waren für die Weitergabe des überlieferten Wissens zuständig. So auch bei den indigenen Völkern Amerikas, die sich besonders gut mit Heilpflanzen auskennen.
Vor allem in der kalten Jahreszeit gilt es, das körpereigene Abwehrsystem zu kräftigen und sich vor Erkältungen und diversen Formen der Grippe zu schützen. Abseits fragwürdiger Inhaltsstoffe von Impfungen und chemischen Akutmedikamenten wird dies sehr gut durch die schützenden und heilenden Kräfte der Pflanzenmedizin (Phytotherapie) erreicht.
Eine typische „Indianerpflanze“, deren Nutzen für das Immunsystem allgemein bekannt sein dürfte, ist etwa der rote Sonnenhut (Echinacea angustifolia). Die Indianer setzten ihn auch gegen Schmerzen, Vergiftungen und Krämpfe ein. Im 18. Jht. kam die prächtig blühende Staude aus Nordamerika nach Europa und wächst seither auch in unseren Gärten. Apotheken halten eine Reihe geprüfter Sonnenhut-Präparate bereit. Hauptwirkstoff ist das Echinacin und seine Anwendung kann manch chemische Therapie ersparen.
Original Indian Essence als wirksamer Helfer bei
Infektionen
Einige der in „Original Indian Essence“ enthaltenen Pflanzen, gelten als sehr wirksam zur Vorbeugung und ergänzenden Behandlung von Erkältungskrankheiten und Infektionen:
Neben der reinigenden und entgiftenden Breitenwirkung der Großen Klette (Arctium lappa), sind vor allem der Kleine Ampfer (Rumex acetosella) und die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) bekannt für ihre immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung. Die Benediktendistel (Carduus benedictus) wurde im Mittelalter als hochwirksame Bitterstoffdroge sogar gegen die Pest eingesetzt. Gegen die „moderne Pest“ unterschiedlichster Grippeviren erweist sie sich ebenfalls als nützliche Helferin, welche auch die Ausheilung von Infektionen unterstützt. Den in „Original Indian Essence“ enthaltenen Rotklee (Trifolium pratense) empfiehlt auch die europäische Volksmedizin gegen Husten und Bronchialkatarrh. Zusammen mit der vielfach heilsamen Brennnessel (Urtica dioica), immunstärkenden Mistelblättern sowie den darmpflegenden Bestandteilen von Rotulmenrinde und Kelpalge entfaltet sich hier das gesamte Potenzial dieser sorgfältig komponierten Tee-Mischung, die als überlieferte Rezeptur einer alten Schamanenvereinigung – der Midewiwin – gilt. Überzeugen Sie sich selbst von den positiven Wirkungen dieses speziellen „Lebensmittels“ und kommen Sie gut über den Winter.
© Gabriele Feyerer
Sondernewsletter – Weihnachten 2011 – von Gabriele Feyerer
Advent: Zeit der Besinnung – Zeit der guten Düfte
Die Vorweihnachtszeit eröffnet eine gute Gelegenheit, unserem Körper eine Kur mit Original Indian Essence zu gönnen. Nach all den pikanten und süßen Köstlichkeiten der (leider gar nicht mehr) stillsten Zeit des Jahres, bietet sich später eine weitere Trinkkur an, um den „Silvesterkater“ und die Folgen langer Ballnächte zu bekämpfen. Versuchen Sie nun bewusst, ihrem Körper und Ihrer Seele Gutes zu tun, denn leider sind Feiern und Feste am laufenden Band unserer Gesundheit nicht sehr zuträglich.
Die Kunst des Räucherns zur Stärkung und Reinigung
Zu Weihnachten lebt auch der uralte Brauch des Räucherns alljährlich wieder auf. In unseren Breiten zielte man damit – vor allem in den so genannten Rauhnächten – auf die Austreibung böser Geister. In der heiligen Nacht des 24. Dezember werden noch heute Haus, Garten und Viehställe ausgeräuchert und zu mitternächtlicher Stunde kann man die Tiere sprechen hören. Wer allerdings dabei ertappt wird, den bestrafen die Belauschten mit dem Tode – so jedenfalls erzählt man es sich in der Steiermark, wo ich zu Hause bin. Wie dem auch sei – Räuchern ist ein schönes Ritual, das Energien klärt und nicht nur von indigenen Völkern, sondern auf allen Kontinenten seit Jahrtausenden gepflegt wird.
Für die Indianer Nordamerikas war der Rauch ihrer „Friedenspfeifen“ sehr bedeutsam. Er stellte quasi ein „Telefon nach oben“ zum Großen Geist dar. Wünsche und Absichten, vor allem aber Dankgebete wurden so in den „Himmel“ getragen. Man verräucherte in Gefäßen auch regelmäßig Pflanzenteile, Wurzeln, Rinden und andere Naturstoffe, um Heilungs- und Reinigungszeremonien zu unterstützen. Heiliger Tabakrauch bewahrte die Teilnehmer eines Rituals vor dem Einfluss böser Mächte. Verteilt und gefächelt wurde der Rauch mit heiligen Adlerfedern. Am meisten benutzt wurden – und werden – folgende Räucherstoffe:
Weißer Salbei („White Sage“): äußerst starke „männliche“ Ritualpflanze für Reinigung und Heilung. Er ist stärkend, wirkt antiseptisch, beruhigend und fiebersenkend. Eine Räucherung mit weißem Salbei fördert den Frieden, das Verständnis und schärft die innere Wahrnehmung.
Zedernspitzen: „weibliches“ Gegenstück zum weißen Salbei, stärkend und zentrierend. Das Verbrennen von Zedernspitzen schützt vor Ansteckung mit übertragbaren Krankheiten. Vor allem an der kanadischen und kalifornischen Küste ist diese mächtige Zeder (eigentlich eine Thuja-Art) anzutreffen. Die „First Nation People“ Kanadas schnitzen bis heute aus dem Holz ihre Totempfähle. Eine Zedernräucherung verbindet alle 4 Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) und stellt Harmonie her.
Kalmuswurzel: nordamerikanische Indianer schätzten besonders ihre reinigende Kraft bei Schwitzhüttenzeremonien. Sie wirkt gegen Übelkeit und Verdauungsbeschwerden.
Wacholderspitzen: gelten als stark entgiftend, abwehrstärkend und bereiten den Weg für Visionen. Auch die Beeren werden zerstoßen und geräuchert.
Sweetgrass: wird von vielen Indianerstämmen für Reinigung und Harmonie verwendet.
Der zarte, vanillige Duft passt gut zum weißen Salbei und hilft als große „Kraftpflanze“ bei Erkältung oder Bauchschmerzen. Sweetgrassrauch ruft gute Geister herbei und bringt Schönheit in die Herzen der Menschen.
Präriebeifuß („Sage“): gehört zu den ältesten Räucherstoffen, er wirkt gegen Husten, Erkältung, Kopfschmerzen, ist fiebersenkend und antibakteriell. Er wurde viel verwendet, um Mutter Erde mit dem Großen Geist zu verbinden und negative Gedanken zu vertreiben.
Copalharze (diverse Arten): starke spirituelle Bedeutung, in Mittel - und Südamerika ebenso viel verwendet, wie bei uns und im Orient die Weihraucharten. Copal wirkt schmerzlindernd, schützend gegen Fremdenergien und öffnet die Seele für Visonen.
Dies sind nur einige Beispiele aus dem reichen Fundus indianischer Räucherstoffe. In Europa gibt es andere Räucher- und Ritualpflanzen, die ähnliche Wirkspektren entfalten, darunter Angelika (Engelwurz), Alant, Beifuß, Eisenkraut, Rosmarin, Minze, Lavendel, Fenchel, Lorbeer, Mistel, vielerlei Gewürze – von Anis bis Zimtkassia – und vieles mehr. Eine Beschäftigung mit Räucherzeremonien und Räucherstoffen ist sehr lohnend. Natürlich kann man auch die Bestandteile von Original Indian Essence verräuchern und damit eine Teekur in besonderer Weise unterstützen. Man gibt dazu jeweils einen halben Teelöffel der trockenen Mischung auf vorgeglühte Räucherkohle und wiederholt dies ein- bis drei Mal.
Zur Technik des Räucherns
Achten Sie sorgfältig auf die Qualität von Räucherstoffen. Keine gefärbten, aromatisierten oder gar synthetischen Substanzen verwenden – sie können sehr schädlich sein, nicht nur für die Lungen! Beim Selbersammeln seien Sie bescheiden, nehmen Sie immer nur wenig und dies mit Dankbarkeit für die Natur und ihre „Geister“. Richten Sie niemals Schaden an; verwunden Sie nicht absichtlich Bäume (etwa für Fichten- oder Kiefernharz). Sammeln Sie nicht an belasteten und verschmutzten Orten. Räucherkräuter müssen vor Gebrauch „rascheltrocken“ sein, sodass man sie zwischen den Fingern zerreiben kann. Gewürze sollte man mörsern, damit sie nicht in der Hitze platzen. Bewahren Sie die Stoffe und Pflanzenteile in Papiersäcken, noch besser dunklen Gläsern auf.
Sie brauchen ein feuerfestes Gefäß – Metall-, Ton- oder Steinschale, Sand (kann auch aus der Natur stammen) und Räucherkohle. Entzünden Sie die Räucherkohle vorsichtig auf einem Gitter oder halten Sie sie mit einer Räucherzange und legen Sie, wenn sie zu sprühen beginnt, in das zur Hälfte mit Sand gefüllte Räuchergefäß. Sobald sie durchglüht und einen weißen Rand bekommt, können Sie jeweils wenig Räucherstoff auflegen (mit langem Stiel-Löffel). Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie den Duft und die besondere Athmosphäre. Mit großen, gereinigten Vogelfedern, die Sie eventuell selbst in der Natur finden können, fächeln Sie den Rauch in alle Ecken ihres Hauses oder Ihrer Wohnung (nach Reinigungszeremonien gut lüften). Selbst können Sie sich über das Rauchgefäß stellen, Handflächen- und Fußsohlen räuchern oder sich ganz mit dem Rauch umfächeln – dabei bitte immer sehr vorsichtig zu Werke gehen und nicht an das heiße Gefäß stoßen. Räuchergefäße am Ende immer ins Freie stellen und niemals drinnen unbeaufsichtigt lassen! Erhöhte Vorsicht bei Anwesenheit von Kindern und Haustieren! Unterlassen Sie das Räuchern in der Nähe von Babys und Kleinkindern und räuchern sie niemals mit unbekannten oder als giftig deklarierten Pflanzen, Rinden oder Wurzeln! Beim Zusammenstellen von Mischungen, nehmen Sie nicht zu viele Substanzen, folgen Sie dabei ruhig Ihrer Nase und Ihrem Gefühl. Informieren Sie sich am Besten vorab in guten Büchern zum Thema Räuchern (siehe unten).
Bleibt mir somit nur noch, Ihnen ein frohes Weihnachtsfest mit guten Düften und ein erfolgreiches Jahr 2012 zu wünschen, das uns allen Gesundheit, Weisheit, Einsicht und neue spirituelle Erkenntnisse bringen möge.
Buchtipps:
Marlis Bader: Räuchern mit heimischen Kräutern, Goldmann-Verlag
Christine Fuchs: Räuchern mit heimischen Pflanzen, Kosmos-Verlag
Thomas Kinkele: Räucherstoffe und Räucherrituale, Windpferd-Verlag
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INDIAN WISDOM FOUNDATION EUROPA Bernhard Zöller
